Das Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung ist Pflicht, es gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern und die "2-G-Regel" mit Ausweispflicht.

 
Ausstellungsmotiv Anja Brogan, Gestaltung (c) Franz-Georg Stämmele




Anja Brogan
Size Matters #2
12.12.2021 bis 6.2.2022

Eröffnung am Samstag, 11. Dezember 2021, 16 Uhr.


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Die deutsch-amerikanische Künstlerin Anja Brogan präsentiert im Osthaus Museum Hagen raumgreifende Environments und eindrucksvolle Stimmungsräume. Mit charmanter Leichtigkeit beweist sie, dass „avantgardistischer Feminismus“ in der Kunst mit einer guten Portion subversivem Humor, doppeldeutiger Sinnlichkeit und politischer Schärfe einhergehen kann.

Die gezeigten Werke sind im Zusammenhang mit der Ausstellung entstanden. Anja Brogan überrascht die Besucher*innen durch ihren freien Umgang mit Stil- und Kompositionselementen. Ihre Anknüpfungspunkte findet die Künstlerin in der Geschichte der Kunst von der Renaissance bis zur Moderne, sowie der TV-Kultur und Pornografie. Sie verkehrt weibliche und männliche Rollenklischees, stellt Konventionen in Frage, demontiert genussvoll die unausgesprochenen Vereinbarungen in Kunst und Gesellschaft.

Wer oder was ist sichtbar oder bleibt unsichtbar? Wer oder was wird unterdrückt und auf bestimmte Eigenschaften festgeschrieben? Wie sehr glauben wir den Bildern? Die Forderung nach selbst bestimmter Sichtbarkeit ist eine der zentralen identitätspolitischen Anliegen, die die neuen sozialen Bewegungen seit den 1970er Jahren mit Nachdruck vertreten. Repräsentation schafft Identität, Sichtbarkeit Macht, Sagbares Wissen. Anja Brogan setzt dem ihre eigenen, dissidenten Bilder entgegen, nimmt Klischees durch Ironie die Wirkung. Zugleich fragt sie danach, was es braucht, damit ein solcher, Kunst gewordener Widerspruch gegen das Vorherrschende tatsächlich neue Wirklichkeiten erzeugen kann.

Brogans Arbeiten handeln von Macht und Ohnmacht, von Kunst und Kommerz, Konsum und Sex. Sie beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, die Professionalität und Dilettantismus im Kunstbetrieb zur Verfügung stellen, und untersucht, wie künstlerischer Erfolg und das alltägliche Leben konstruiert sind. Zugleich befasst sie sich mit der Frage, wie das Individuum im Allgemeinen und sie als Künstlerin und Frau sich in diesen Rollen positionieren kann.

Im Juni 2019 eröffnete das Osthaus Museum Hagen die erste institutionelle Einzelausstellung der deutsch-amerikanischen Künstlerin Anja Brogan in Deutschland, die ihre Fortsetzung und Abschluss mit Size Matters #2 Anfang Dezember 2021 findet. Trafen die Besucher*Innen im ersten Teil von Size Matters auf minimalistische und sehr reduzierte Installationen, so zeigt die zweite Ausstellung nun vielteilige Rauminstallationen in atmosphärischer Verdichtung.



Für Ausstellungseröffnungen gilt die „3-G-Regel“, ein Immunisierungs- oder Testnachweis und amtliches Ausweispapier sind erforderlich. Wir bitten alle Besucherinnen und Besucher um Beachtung der Corona-bedingten Abstands- und Hygieneregeln sowie das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung (FFP2 oder KN95) im Museumsgebäude.




Anja Brogan
Size Matters #2
12.12.2021 to 6.2.2022


German-American artist Anja Brogan presents expansive environments and impressive atmospheric spaces at the Osthaus Museum Hagen. With charming ease, she proves that "avant-garde feminism" in art can go hand in hand with a good dose of subversive humor, ambiguous sensuality, and political acuity.

The works on display were created in connection with the exhibition. Anja Brogan surprises visitors with her free use of stylistic and compositional elements. The artist finds her points of reference in the history of art from the Renaissance to modernism, as well as in TV culture and pornography. She inverts female and male role clichés, questions conventions, delightfully dismantles the unspoken agreements in art and society.

Who or what is visible or remains invisible? Who or what is suppressed and fixed to certain characteristics? How much do we believe the images? The demand for self-determined visibility is one of the central identity-political concerns that the new social movements have been forcefully advocating since the 1970s. Representation creates identity, visibility power, sayable knowledge. Anja Brogan counters this with her own dissident images, takes away the effect of clichés through irony. At the same time, she asks what it takes for such a contradiction against the dominant, which has become art, to actually create new realities.

Brogan's works deal with power and powerlessness, art and commerce, consumption and sex. She is concerned with the possibilities that professionalism and dilettantism make available in the art business, and examines how artistic success and everyday life are constructed. At the same time, she addresses how the individual in general, and she as an artist and woman, can position herself in these roles.

In June 2019, the Osthaus Museum Hagen opened the first institutional solo exhibition of German-American artist Anja Brogan in Germany, which will continue and conclude with Size Matters #2 in early December 2021. While in the first part of Size Matters visitors encountered minimalist and very reduced installations, the second exhibition now shows multi-part spatial installations in atmospheric compression.



For exhibition openings, the "3-G rule" applies; proof of immunization or testing and official identification are required. We ask all visitors to observe the Corona-related distance and hygiene rules and to wear mouth-nose protection (FFP2 or KN95) in the museum building.