17.01.2018, 18 UHR, VORTRAG

TERMIN ENTFÄLLT!

Dr. Marie Louise Otten
ESPACES IMAGINAIRES ET L'ESPRIT FRATERNELLE
Peter Brüning und Pierre Restany – ein Dialog zur Kunst ohne Grenzen

Der französische Titel „espaces imaginaires“ geht auf einen Text von Pierre Restany über Peter Brüning aus dem Jahr 1958 zurück, der - dem Titel einer Ausstellung in der Galerie Kamer, Paris (1957) folgend - mit dieser Formulierung das Hauptanliegen im Werk Peter Brünings zu dieser Zeit beschreibt: die Bestimmung und Eroberung einer neuen Räumlichkeit, in der Restany Analogien zum Werk von Wols und Bryen in Frankreich und in den USA im Werk von Pollock, Tobey und Rothko feststellt.

Pierre Restany und Peter Brüning hatten sich bereits vor 1955 in Paris kennengelernt, woraus - bis zum frühen Tode Peter Brünings im Jahr 1970 - eine lebenslange, intensive Freundschaft mit vielen gegenseitigen Besuchen werden sollte. Restany, der Brüning als seinen „Bruder“ bezeichnete, bildete mit diesem eine Brücke vom Rheinland direkt nach Paris, dem ein ambitionierter Gedanken- und Künstleraustausch zwischen Düsseldorf und Paris, hier vor allem mit Künstlern der „Gruppe 53“, aber auch der daraus sich entwickelnden „Düsseldorfer Kunstszene“ folgen sollte.

Die beiden fast gleichaltrigen Protagonisten der jüngeren Kunstszene diskutierten seit 1955, zunächst ausgehend von den Visionen und Entwicklungen der jungen Kunst in Frankreich und im westlichen Deutschland der Nachkriegsjahre, über das Phänomene Kunst, dessen geistige Impulse sich in beider Werk, literarisch und künstlerisch erkennbar manifestiert. Diesen kreativen Dialog im engeren und weiteren Sinne aufzuzeigen, ist Thema des Vortrages.

Foto aus: Peter Brüning und Pierre Restany in der Westfalenstraße, Düsseldorf, 1964. Aus: Marie Luise Otten, Peter Brüning – Studien zu Entwicklung und Werk. Werkverzeichnis, Köln 1988

Eintritt frei