Bauliche Kontraste im Kunstquartier, Fotografie: Tobias Roch, Hagen



 
Die Architektur des Kunstquartiers Hagen wurde preisgekrönt

Das Bauministerium lobt alle fünf Jahre in Kooperation mit der Architektenkammer NRW einen Wettbewerb aus, in dem Gebäude ausgezeichnet werden, die in ästhetischer, technischer, sozialer oder städtebaulicher Hinsicht als richtungsweisend für die Zukunft gelten. Dieses Jahr wurden 249 Arbeiten vorgeschlagen.

Prämiert wurde dabei der Neubau des Emil Schumacher Museums und die Erweiterung des Osthaus Museums Hagen und damit auch die Architekten Lindemann aus Mannheim.

Aus der Begründung:
"Mit dem Gebäudeensemble ist eine städtebauliche Verdichtung gelungen, die eine wesentliche Aufwertung eines schwierigen innerstädtischen Umfelds darstellt. Der Neubau des Emil-Schumacher-Museums und die Erweiterung des Karl-Ernst-Osthaus-Museums umschließen geschickt das bestehende Museumsgebäude aus den 70er Jahren und bilden mit den umliegenden Bestandsbauten ein Ensemble, das eine einladende, neu entstandene Piazza umgrenzt.
Klare, klassisch gegliederte Glasfassaden bestimmen die äußere Gestalt der neuen Gebäude und kontrastieren wirkungsvoll mit den klassizistischen Altbauten. Ein ähnlich qualitätvoller Umgang mit der Nachbarbebauung auf der Süd- und Westseite würde die städtebauliche Qualität des Ensembles abrunden. Das „Haus im Haus“ - Konzept schafft gute klimatische Bedingungen sowohl in den Ausstellungsräumen als auch in den Aufenthalts- und Verkehrszonen. Die im Gebäudeinneren liegenden stützenfreien Ausstellungsflächen eröffnen größtmöglichen Spielraum für unterschiedlichste Ausstellungskonzepte. Durch die Nutzung regenerativer Energien wird eine autonome Versorgung des Gebäudes ermöglicht.
Die Vorbildqualität des Projekts liegt in der erfolgreichen Stadtreparatur in einem Umfeld mit hohem Entwicklungsbedarf und in der Rolle des Gebäudes zur Integration sperriger Bestandsbauten."

(Quelle: http://www.aknw.de/avb2010/single.php?id=2, Abruf 29.9.2010)