Kammerkonzert und
 
Kurzführung
 
27. Juni  2010
 
11.00 Uhr


 
Das Kunstwerk
 
Kurzführung um 11 Uhr
Es führt die Kunsthistorikerin Saskia Lipps.

Die Führung wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung des karl ernst osthaus bundes .

Istanbul zwischen Tradition und Moderne
Ara Gülers schwarz-weiß Fotografien der 50er und 60er Jahre

„I am a designer of life“
Ara Güler

Der armenische Fotograf Ara Güler, der sich selber mehr als Dokumentator weniger als Künstler versteht, darf zu den weltweit anerkannten zeitgenössischen Fotografen gezählt werden. Veröffentlichungen seiner Arbeiten in populären Magazinen (u.a. Time-Life, Stern) machten ihn weit über die Grenzen Istanbuls hinaus bekannt. Die Bilder des Leica Fotograf haben bereits Einzug gehalten in die Sammlungen international renommierter Häuser.
Das Osthausmuseum in Hagen zeigt im Zuge der Ausstellung „Istanbul. Sammlung Huma Kabakci“ noch bis zum 25.07.2010 Gülers Schwarz-Weiß Arbeiten aus den 50er und 60er Jahren. In ihnen lässt der im Sommer 1928 in Istanbul geborene und noch heute dort lebende Künstler vergangene Zeiten seiner multikulturell geprägten Heimat lebendig werden.
„Die Seele“ Istanbuls so schreibt der Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk hat Ara Güler in seinen Fotografien „festgehalten und bewahrt“. Eingefangene Momente am Rande, unspektakuläre Augenblicke und kleine Gesten des alltäglichen Lebens der einfachen Menschen auf den Straßen und in den Gassen Istanbuls geben den Bildern den Zaubern, den er seit 1948 auf seinen Streifzügen durch die Metropole am Bosporus nachspürt. Sein Objektiv gerichtet auf die pittoresken Aspekte der Armut, in denen eine verborgene Schönheit liegt. „Mit poetischer Empfindsamkeit“ schreibt Pamuk bewundernd in seinem Roman „Istanbul“, „hat Ara Güler es vermocht jene ganz eigene Stimmung einzufangen, die sich ergab, als der Glanz der Vergangenheit nur noch als schwacher Schein herüberglomm.“ Die überall spürbaren Spannungen zwischen Tradition und dem Prozess der Modernisierung werden in der Kurzführung zum 10. Kammerkonzert ebenso thematisiert wie die Biographie des Fotografen Ara Güler, dessen Arbeitsweise und die Bedeutung seiner Arbeiten für die zeitgenössische Fotografie. Wir werden eine Reise in das geheimnisvoll Instanbul der 50er und 60er Jahre unternehmen und vergangenen Zeiten lebendig werden lassen.


 
Das Kammerkonzert
 
um 11.30 Uhr

Franz… - eine Schubertiade

Das halbszenische Programm des 10. Kammerkonzerts stellt eine Mischung aus Konzert, Komponistenporträt und Bühnenstück dar. Schubert, am Klavier komponierend und plaudernd im Kreise seiner Freunde (dem Publikum!), spielt für diese zusammen mit seinem Freund und Gönner Joseph von Spaun (am Cello) die neukomponierte Arpeggione-Sonate vor. Im Verlauf des Konzertes erklingen außerdem die Lieder „Der Tod ist das Mädchen“, „Das Heideröschen“ und „Bei Dir“. Die Ausführenden sind Andreas Peer Kähler und Rolf Petrich.

Pressestelle des Theaters Hagen

 Link zum Theater Hagen