DER KUNSTTREFF
 
FÜR ERWACHSENE

Bitte melden Sie sich zu den Veranstaltungen unter der Telefonnummer 02331 207 2740 an.

Beim Kunsttreff begegnen sich kunst- und kulturinteressierte Erwachsene. Er findet regelmäßig einmal bis zweimal im Monat am Donnerstag von 14:30 bis 16:30 Uhr im Kunstquartier statt und kostet 9 Euro pro Person.
Nach einer Einführung steht das Gespräch mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Mittelpunkt - zusammen werden die Bilder betrachtet und erforscht. Dazu sind keine Vorkenntnisse erforderlich, nur die Lust am Schauen und am gemeinsamen Gespräch. Unterstützt wird der Kunsttreff vom Osthaus Bund.
Das Angebot kann auch für eine Gruppe mit maximal 20 Personen gebucht werden. Hierfür wird der ermäßigte Gruppeneintritt von 4 Euro pro Person + 100 Euro (wochentags) und 110 Euro (Wochenende) Führungsentgelt erhoben.

 Termine: Kalender



Donnerstag, 13. September, Wiederholung am 11. Oktober
jeweils 14.30-16.30 Uhr, Teilnahme 9 €.
Nuri Irak
Unter dem Titel "Katharsis" zeigt der Hagener Künstler Nuri Irak im Osthaus Museum eine umfassende Werkschau aus zwei Jahrzehnten. In der Ausstellung sind Gemälde, Fotografien und graphische Arbeiten zu sehen. In der Gegenüberstellung kann man nicht nur einen Wandel in seiner Malerei von Abstraktion zu emotionalen Landschaften nachvollziehen, sondern auch über das narrative, fotographische Werk reflektieren.
Wie ist der Titel der Ausstellung zu bewerten? Hat Malerei eine reinigende Wirkung? Was sagen die gewählten Materialien wie Blattsilber oder Asche und Rost über den Inhalt des Bildes aus? Inwieweit sind Fotographie und Malerei vereinbar. Diese und weitere Fragen werden im Rahmen dieses Kunsttreffs diskutiert.
Am 11. Oktober wird der Künstler selbst anwesend sein und an dem Kunsttreff-Gespräch teilnehmen.



jeweils 14.30-16.30 Uhr, Teilnahme 9 €.
Brennpunkt Hermann Nitsch – Gegenständlichkeit, Abstraktion, Gesamtkunstwerk
Hermann Nitsch, der ursprünglich Kirchenmaler werden wollte, setzte sich später intensiv mit Literatur, klassischer Dichtung, griechischer Tragödie, den deutschen Expressionisten und französischen Symbolisten, der Tiefenpsychologie und der Musik von Richard Wagner auseinander. Die darauf basierende Vielfältigkeit seines Œuvre mündete schließlich im Entwurf eines Gesamtkunstwerks, dem sogenannten „Orgien Mysterien Theater“.
Dieses Konzept hat Nitsch bereits im Alter von 19 Jahren verschriftlicht, das bis heute sein Leben bestimmt. In den darauf folgenden Dekaden wurden sein Leben und seine Schaffen von Verhaftungen, Verurteilungen, Gefängnisstrafen, Skandalen, Morddrohungen und unzählige Anfeindungen begleitet. Heute ist der inzwischen renommierte und international vielfach ausgezeichnete, österreichische Staatspreisträger eine Kunstikone und ein gefeierter Weltstar. Im Kunsttreff wird das Lebenswerk des 80-jährigen Künstlers, die Aktualität und die verschiedenen Einflüsse auf seine Kunst betrachtet. Alle Besucher*innen sind eingeladen, an dieser Diskussion rege teilzunehmen.


Donnerstag, 15. November, Wiederholung am 29. November 2018,
jeweils 14.30-16.30 Uhr, Teilnahme 9 €.
Bildersucht und Cyberflucht – wie Medien unsere Welt verändern
„Lies doch mal ein Buch“, war sicherlich ein Satz, den jeder in seiner Kindheit gehört hat. Ist diese Aufforderung heute noch aktuell? Bei Fragen ist es nicht mehr nötig, dicke Enzyklopädien zu wälzen, wir fragen Google. Sperrige Bücher im Urlaub sind auch nicht mehr notwendig, es gibt ja schließlich alles auch digitalisiert und auf einem Tablet lesebereit. Multimedialität verändert unsere Welt dramatisch, meist positiv.
Oder doch nicht? Aber was passiert, wenn die Realität zur Cyberflucht wird? Wie kann es soweit kommen? Was bedeutet das überhaupt? Entsteht durch die Digitalisierung ein schier unüberwindbarer Generationenkonflikt? Insbesondere diese und weitere Fragen thematisiert die Installation Bildersucht und Cyberflucht im Jungen Museum und regt somit zu einer Reflektion über uns selbst und über unsere Umgebung an. Neben der Diskussion über die kunsthistorische Einordnung dieser Installation wird der Kunsttreff auch über die Digitalisierung der Museumslandschaft debattieren.


Donnerstag, 17. Januar, Wiederholung am 14. Februar 2019,
jeweils 14.30-16.30 Uhr, Teilnahme 9 €.
Gerhard Hoehme – Epiphanie des Informell
Die einzigartige Position von Gerhard Hoehme in der Kunstgeschichte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist erstmals seit zehn Jahren in einer umfangreichen Werkschau im Emil Schumacher Museum zu sehen. Im Mittelpunkt stehen dabei die 1950er- und 60er-Jahre mit den sogenannten Borkenbildern und insbesondere das Thema Schrift im Bild. Werke aller bedeutenden Schaffensphasen des Informel-Malers ermöglichen einen tiefen Einblick in das außergewöhnliche Gesamtschaffen von Gerhard Hoehme. Im Kunsttreff werden Entwicklungen der Malerei nach dem Zweiten Weltkrieg anhand der Werke des Künstlers diskutiert, die Aufhebung des rechteckigen Tafelbildes, die sog. shaped canvas, die lyrische Abstraktion, aber auch die Einbettung von Schrift im Bild und ihre Herausforderung wird vor den Originalen thematisiert.