AB DEM 8. JUNI WIEDER GEÖFFNET!
Wir freuen uns, dass der Betrieb von Kultureinrichtungen in Hagen wieder möglich ist. Für den Besuch ist nur die verbindliche Reservierung eines Zeitfensters erforderlich. Weiterhin muss der Besuch unter Beachtung sonstiger Schutz- und Hygienemaßnahmen gewährleistet sein. Wir müssen außerdem darauf achten, dass Besucherinnen und Besucher rückverfolgt werden können. Selbstverständlich geschieht dies unter Wahrung des Datenschutzes. Außerdem achten wir zu Ihrem Wohl sowie für das Wohl unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darauf, dass die Anzahl von gleichzeitig anwesenden Besucherinnen und Besuchern eine Person pro zwanzig Quadratmeter in geschlossenen Räumen nicht übersteigt und die Abstandsregeln eingehalten werden. Ein vorheriger Test ist momentan nicht erforderlich.

Terminbuchungen für Ihren Besuch in den Museen des Kunstquartiers unter museen@stadt-hagen.de oder telefonisch 02331 207-2740.

Eine Übersicht über die aktuellen Ausstellungen des Emil Schumacher Museums finden Sie hier .

 
WIR TRAUERN UM UNSEREN STIFTER

DR. ULRICH SCHUMACHER
3. SEPTEMBER 1941 – 15. APRIL 2021
Der Kunsthistoriker, Museumsdirektor und Museumsstifter Dr. Ulrich Schumacher ist am Donnerstag, dem 15. April 2021, in den frühen Morgenstunden nach langer schwerer Krankheit in seiner Heimatstadt Hagen verstorben. Die Familie, die Stiftung sowie das Museum sind in großer Trauer.

Seiner Treue, seinem Pflichtbewusstsein und seiner Standhaftigkeit verdankt sich 2009 die Gründung des Museums zu Ehren seines Vaters Emil Schumacher, das er bis zuletzt leitete. Ulrich Schumacher wurde am 3. September 1941 als Sohn des Malers Emil Schumacher und seiner Frau Ursula Schumacher (geb. Klapprott) in Hagen geboren. Nach einem Studium der Kunstgeschichte u.a. bei Max Imdahl und einer Promotion 1972 an der Ruhr-Universität Bochum sichtete und katalogisierte Schumacher die bedeutende Schenkung des Sammlerehepaares Margit und Bernhard Sprengel an die Stadt Hannover. Nachdem er 1976 an das Museum in Bottrop kam, prägte er dort 1983 als Gründungsdirektor das neu entstandene Josef Albers Museum Quadrat entscheidend. In drei Jahrzehnten etablierte Ulrich Schumacher das Museum erfolgreich auch als Ausstellungshaus international renommierter zeitgenössischer Positionen und Künstler.

Als Stifter und Museumsgründer beschenkte er seine Heimatstadt großzügig mit einer Sammlung, die als sorgsam kuratierter Nachlass seines Vaters, das bestehende Osthaus Museum entscheidend ergänzte und die Neuentstehung eines zeitgemäßen Museumsensembles erst möglich machte. Als Vorstand seiner Stiftung bleibt er für seine Mitarbeiter Vorbild in seiner kompromisslosen Haltung gegenüber höchsten Ansprüchen künstlerischer Qualität und in seiner gewissenhaften Pflege des künstlerischen Nachlasses und selbstlosen Aufopferung für das Werk seines Vaters. Beruflich wie auch privat, Seite an Seite mit seiner Frau Ingrid, hat er es vermocht, Familie und Freunde immer wieder im Zeichen der Kunst zusammenzuführen. Sein Tod bedeutet einen großen Verlust für die Kunstwelt. Sein Vermächtnis besteht für die Besucherinnen und Besucher der Museen in Bottrop und Hagen fort.