Chen Zhiguang, Fenster der Hoffnung, 2015, Ameisenkolonie aus Gusseisen, © Villa Friede, Bonn



Chen Zhiguang
Magische Räume
Gemälde und Rauminstallationen
6. Dezember 2020 bis 7. Februar 2021


Das Kunstquartier Hagen und der Hohenhof sind bis 11. Januar 2021 geschlossen.


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Chen Zhiguang, stammt aus der Fujian Provinz und wurde 1963 in Xiamen geboren. Im Jahr 1988 absolvierte er die Kunstabteilung der Fujian Normal University. Er lebt und arbeitet er in Fuzhou und Peking. Chen Zhiguang ist heute einer der bedeutensten Künstler in China und hat in den letzten zwei Jahrzehnten immer wieder international ausgestellt.

Die Ameise ist für Chen Zhiguang ein symbolträchtiges Tier. Einerseits verweist sie auf Lebenswirklichkeiten heutiger Gesellschaften – beispielsweise der chinesischen Gesellschaften – andererseits ist es spannend, sich über das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft anzuschauen. Ameisen leben in Kolonien bzw. Staaten. Ameisenstaaten sind arbeitsteilig organisiert und besitzen in aller Regel drei Kasten: Arbeiter, Weibchen (Königin) und Männchen. Die notwendigen Informationen werden über spezifische Antennen wiedergegeben. Ebenfalls spielt die olfaktorische, also duftbezogene Kommunikation eine große Rolle.

Chen Zhiguang ist fasziniert vom Verhalten, von der Kommunikation und von der Intensität des Schaffens dieser Hautflügler. In seinen Installationen wird man Räumen gewahr, in denen Kolonien nachgebaut sind mit nebeneinander und aufeinander wirkenden Skulpturen, die meist eine Größe von 0,6×0,3×0,3 m haben.

Im Osthaus Museum Hagen werden ca. 800 Ameisen die Räume der Oberen Galerie und des Christian Rohlfs-Raums erobern und den Besucherinnen und Besuchern geheimnisvolle Orte präsentieren. Ebenfalls präsentieren wir eine Serie von Baumbildern, die Chen Zhiguangs Liebe zur Natur ansichtig werden lassen.





Magical rooms

Chen Zhiguang, from Fujian Province, was born in Xiamen in 1963. In 1988 he graduated from the art department of Fujian Normal University. He lives and works in Fuzhou and Beijing. Chen Zhiguang is one of the most important artists in China today and has exhibited internationally over the past two decades.

For Chen Zhiguang, the ant is a symbolic animal. On the one hand it refers to the realities of life in today's societies - for example Chinese societies - on the other hand it is exciting to look at the relationship between the individual and society. Ants live in colonies or states. Ant colonies are organized based on division of labor and usually have three castes: workers, females (queen) and males. The necessary information is reproduced via specific antennas. The olfactory, i.e. fragrance-related communication also plays a major role.

Chen Zhiguang is fascinated by the behavior, the communication and the intensity of the work of these hymenoptera. In his installations, one becomes aware of rooms in which colonies have been recreated with sculptures that are next to each other and interacting with one another, which are mostly: 0.6 × 0.3 × 0.3 m in size.

In the Osthaus Museum Hagen, around 800 ants will conquer the rooms of the upper gallery and the Christian Rohlfs room and present the visitors with mysterious places. We are also presenting a series of tree pictures that reveal Chen Zhiguang's love for nature.