VERANSTALTUNGEN
Das Auditorium des Kunstquartiers im Emil Schumacher Museum ist für Vorträge, Filmvorführungen, Konzerte und Festveranstaltungen eingerichtet. Direkt an das Foyer des Kunstquartiers angeschlossen, bietet der Saal Platz für 130 Personen.





 
 
28.03.2019, 18 UHR, VORTRAG

DAS BAUHAUS IN WEIMAR - DIE ERSTE HOCHSCHULE DES ERFINDENS
Vortrag von Dr. Michael Siebenbrodt

Das künstlerische Umfeld für den jungen Studenten Heinrich Brocksieper aus Hagen

Das Staatliche Bauhaus in Weimar wurde am 1. April 1919 von Walter Gropius gegründet. Anknüpfend an die erfolgreiche Kunstgewerbeschule Henry van de Veldes in Weimar und die fruchtbaren Kontakte zu Karl Ernst Osthaus in Hagen baute er mit europäischen Avantgardekünstlern wie Feininger, Itten, Kandinsky, Klee, Moholy-Nagy oder Schlemmer eine neuartige Hochschule für Gestaltung auf. Sie basierte auf täglicher Arbeit an selbst definierten Projekten in den Werkstätten, auf kreativem Spielen und Mentaltraining sowie auf Gemeinschaftsarbeit/Teamwork bis hin zu einem pluralistischen Lehransatz statt der Vermitt- lung eines Bauhaus-Stils. Jeder begabte junge Mensch sollte am Bauhaus studieren können, ungeachtet von Geschlecht, Hautfarbe, Religion/Weltanschauung oder Geldbeutel der Eltern. Diese Ideen griff Heinrich Brocksieper in seiner Kunst auf und vermittelte sie auch an Emil Schumacher in schwieriger Zeit.



 

Eintritt frei


 
 
29.03.2019, 19.30 UHR, KONZERT

A TAVOLA CON ROSSINI
Aus Anlass der Jahreshauptversammlung der Deutschen Rossini Gesellschaft in Hagen spielt Wolfgang Nieß - Der Pianist für die besonderen Noten:

"A TAVOLA CON ROSSINI"

Kulinarische Klavierwerke aus "Sünden des Alters".
Klavierabend und köstliche Geschichten

Ein musikalisch-literarisch-kulinarischer Klavierabend für alle, die schon immer wissen wollten, wie auf dem Klavier Butter, ein Braten oder romantisches Hackfleisch klingt.

Die beeindruckende Antwort auf diese Frage gibt der italienische Komponist und Gourmet Gioachino Rossini (1792-1868). Seine Leidenschaft für die gute Küche war legendär und inspirierte ihn zur Komposition einiger Klavierwerke zum Thema Essen. In seinem Spätwerk “Péchés de vieillesse“ („Sünden des Alters”) finden sich so manche musikalische Kostbarkeiten, die schon im Titel auf Kulinarisches hinweisen. Die musikalische Darstellung dieser Gaumenfreuden würzt Rossini mit ausgesprochen hoher Virtuosität, einprägsamer Belcanto-Melodik und subtilem Humor. Diese Meisterwerke sind eine echte Entdeckung und eine wertvolle Bereicherung des üblichen Konzertrepertoires!

Zu dem bewegtem Leben des Komponisten zwischen Küche und Konzertsaal existieren zahlreiche köstliche Geschichten und pikante Anekdoten, die zwischen den Klavierwerken mit einem Augenzwinkern serviert werden. Die Verbindung von virtuoser Klaviermusik mit vergnüglichem Textvortrag ist die fein abgestimmte Rezeptur für ein einzigartiges, genussvolles Konzerterlebnis:
A Tavola con Rossini bietet in jeder Hinsicht einen Ohrenschmaus!

Eintritt frei, Kostenbeitrag willkommen


 
 
16.05.20019, 19 UHR, KINO

FILM AM BAUHAUS - VON ABSTRATION, REFORMARCHITEKTUR
In Kooperation mit dem Kino Babylon des Kulturzentrums Pelmke und dem Architekten und Ingenieurverein Mark-Sauerland präsentieren wir Ihnen im Rahmen von 100 Jahre Bauhaus den Film "Film am Bauhaus – von Abstraktion, Sozialreportage und Reformarchitektur".

Eingeführt und erläutert von Thomas Tode (Filmemacher, Kurator und Publizist, Hamburg).
ca. 120 Minuten

Auch wenn die „Filmversuchsstelle“ am Bauhaus niemals als Fach eingerichtet wurde, so spielte der Film doch in der Konzeption der Schule eine große Rolle: 25 Studenten und Professoren drehten Filme! Darunter finden sich nicht nur die abstrakten Kurzfilme von Laszló Moholy-Nagy, Werner Graeff, Kurt Schwerdtfeger, Ludwig Hirschfeld-Mack und dem Hagener Bauhausschüler Heinrich Brocksieper. Eingreifen in eine Massenkultur wollten sie mit Filmen zur Reformarchitektur, wie Richard Paulicks Porträt des Dessauer Wohnhauses von Walter Gropius, und mit sozialkritischen Dokumentarfilmen über prekäre Lebensverhältnisse in Berlin (Moholy-Nagy) oder die zunehmende Aggressivität im Wahlkampf der letzten freien Reichstagswahl (Ella Bergmann-Michel, 1932).

Eintritt: 6,50 € / ermäßigt 5 €
Reservierungen: T +49 2331 / 33 69 67 oder kino@pelmke.de


 

Karten bitte spätestens bis zehn Minuten vor Veranstaltungsbeginn abholen.


 
 
15.06.2019, 18 UHR, KONZERT

KLASSIK + JAZZ IM ESM

"STILLE TAG AM MEER" – HOMMAGE AN DAS KOMPOSITORISCHE SCHAFFEN DES BAUHAUS-MEISTERS LYONEL FEININGER
Bearbeitung der Orgelwerke für Klavier und Keyboard von Lutz Gerlach
Konzert mit Ulrike Mai und Lutz Gerlach – an Flügel & Keyboards

Der Bauhausmeister Lyonel Feininger hatte seine erste Einzelausstellung im Februar 1919 im Hagener Folkwang Museum. Von Walter Gropius als Leiter der Druckwerkstatt an das neu eröffnete Bauhaus berufen – wohin ihm der junge Hagener Heinrich Brocksieper als Student folgte –, widmete er sich in dieser Zeit auch der Musik. Inspiriert von Johann Sebastian Bach komponierte Feininger 1921 seine erste Fuge und schuf insgesamt 13 Werke im „Kontrapunkt“, die meisten davon für Orgel. Diese Kompositionen Feiningers wurden nie verlegt und nur selten aufgeführt. Bis heute existiert nur eine Faksimileausgabe.
Der Pianist und Komponist Lutz Gerlach bearbeitete einen Teil der Orgelkompositionen für Klavier und Keyboard. Da die Werke des Malers nur nummeriert waren, ordnete er den einzelnen Stücken des Programmes Namen von Bildern Feiningers zu. Es entstehen neue musikalische Kontexte und farbige „Klangbilder“.



 

Eintritt: AK € 20,-, VVK € 17, Buchhandlung am Rathaus, 02331 - 32689


 
 
17.06.19, 19 UHR, KINO

LEBEN IN DER STADT VON MORGEN
In Kooperation mit dem Kino Babylon des Kulturzentrums Pelmke und dem Architekten und Ingenieurverein Mark-Sauerland präsentieren wir Ihnen im Rahmen von 100 Jahre Bauhaus den Film "Leben in der Stadt von Morgen".

Deutschland 2007
Regie: Marian Engel,
95 Min.

Auf der Berliner Interbau 1957 wurde der ideelle Grundstein zum West-Berliner Hansaviertel gelegt. Mit dem Neubaugebiet sollte nicht allein Wohnraum geschaffen werden, sondern auch die Idee einer durchgrünten Stadt beseelt werden. 64 der weltweit bekanntesten Architekten der Klassischen Moderne – unter ihnen Le Corbusier, Oskar Niemeyer, Walter Gropius, Alvar Aalto, Jan van den Broek oder Jacob Bakema – waren an dem Projekt beteiligt. Der Dokumentarfilm entstand zum 50. Geburtstag des Hansaviertels. Er zeigt die Aufbruchsstimmung der damaligen Zeit und fragt heutige Bewohner nach der Wohn- und Lebensqualität in dem international gewürdigten Wohnmodell. Findet sich der hohe, weltanschauliche Anspruch seiner Schöpfer an Fortschritt, Freiheit und Demokratie in der Lebenswirklichkeit der Bewohner wieder? Dokumentation über das Hansaviertel als spannungsreiches, lebendiges Gemeinwesen mitten im Herzen Berlins.

Eintritt: 6,50 € / ermäßigt 5 €
Reservierungen: T +49 2331 / 33 69 67 oder kino@pelmke.de


 

Karten bitte spätestens bis zehn Minuten vor Veranstaltungsbeginn abholen.


 
 
24.06.2019, 20 UHR, KONZERT

KLAVIER FESTIVAL RUHR
Alexandra Dariescu

Claude Debussy: Estampes | L'isle joyeuse
Germaine Tailleferre: Romance | Pastorale | Impromptu | Larghetto | Valse lente
Lili Boulanger: Prélude in Des-Dur | Trois morceaux
Frédéric Chopin: Andante spianato et Grande Polonaise in Es-Dur op. 22
Peter Iljitsch Tschaikowsky: Nussknacker-Suite op. 71a (Auswahl) (Bearbeitung von Mikhail Pletnev)

Mit ihrer faszinierenden Bühnenpräsenz und ihrer außergewöhnlichen Programmgestaltung ist die aus Rumänien stammende, in Großbritannien lebende Pianistin Alexandra Dariescu in den letzten Jahren mehr und mehr in den Fokus der internationalen Kritik gelangt. Aufsehen erregte sie im Dezember 2017 mit ihrer innovativen Live-Performance Der Nussknacker und ich für Klavier, Ballerina und digitale Animation. In dieser Saison stehen neben ihrem Debüt beim Klavier-Festival Ruhr u.a. Auftritte in Wien, Brüssel und London sowie eine Tournee nach China, Australien und in die Vereinigten Arabischen Emirate auf dem Programm. „In höchstem Maße beeindruckend" nannte das BBC Music Magazine ihr „herrlich durchdachtes Spiel“. Und dass der große Sir András Schiff die junge Rumänin als Mentor betreut, spricht ebenfalls dafür, dass dieser charismatischen Pianistin eine große Karriere bevorsteht. Bei ihrem Solo-Recital wird sie eine vielfältige musikalische Mischung präsentieren, die von Tschaikowskys Nussknacker-Suite bis zu Préludes der französischen Komponistin Lili Boulanger reicht.